Karsten Seifert

Freispruch in Jena und dem Saale-Holzland-Kreis55 junge Handwerker starten in ihre Zukunft

Es war ein Moment voller Stolz, Freude und Zuversicht: Im festlichen Ambiente des Historischen Rathauses in Jena wurden 55 junge Handwerkerinnen und Handwerker offiziell von den Pflichten ihrer Lehrzeit freigesprochen. Mit der Übergabe der Gesellenbriefe endete für sie ein wichtiger Lebensabschnitt und zugleich begann ein neuer Weg als qualifizierte Fachkräfte des regionalen Handwerks.

Die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen haben ihre duale Ausbildung Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker, Tischler, Steinmetze, Maler und Lackierer sowie Friseure erfolgreich abgeschlossen. Der feierliche Akt würdigte nicht nur die individuelle Leistung der Absolventinnen und Absolventen, sondern setzte zugleich ein starkes Zeichen für die Zukunft des Handwerks in der Region.

„Die hohe Qualität der Ausbildung und die hervorragenden Prüfungsergebnisse machen Mut für die kommenden Jahre“, betonte die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Jena/Saale-Holzland-Kreis, Manuela Vogt. Das durchweg hohe Leistungsniveau des Jahrgangs zeige eindrucksvoll, dass sich die Betriebe auf engagierten und bestens ausgebildeten Fachkräftenachwuchs verlassen können.

Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der Jahrgangsbesten. Als Spitzenabsolvent aller Mitgliedsinnungen der Kreishandwerkerschaft schlossen Tischler Hannes Heine mit 89,49 Prozentpunkten, Elektroniker Sven Linus Leupold mit 88,71 Prozentpunkten sowie Maler und Lackierer Samuel Fleck mit 86,85 Prozentpunkten ihre Ausbildung ab. Ihre Ergebnisse stehen beispielhaft für Leistungsbereitschaft, handwerkliches Können und die Leidenschaft für ihren Beruf.

Karsten Seifert

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Ein besonderes Ausrufezeichen setzte zudem der Nachwuchs im Kraftfahrzeuggewerbe. Gleich drei junge Frauen belegten die Spitzenplätze ihres Jahrgangs und bewiesen eindrucksvoll, dass technisches Handwerk längst keine Männerdomäne mehr ist. Antonia Fischer erreichte 90,23 Prozentpunkte, gefolgt von Janine Seifert mit 86,62 und Michelle Rolsch mit 85,80 Prozentpunkten. Alle drei gehören zu den elf Kraftfahrzeugmechatronikerinnen und -mechatronikern, die ihre Ausbildung bereits nach drei Jahren und damit vorfristig erfolgreich abschließen konnten.

Auch die Tischlerinnen und Tischler überzeugten mit bemerkenswerten Leistungen. Sowohl die Qualität ihrer Gesellenstücke als auch die hervorragenden Gesamtbewertungen unterstreichen den hohen Ausbildungsstandard in den Betrieben der Region.

Die Freisprechung machte deutlich, welche Bedeutung dem Handwerk als Ausbilder und Arbeitgeber zukommt. Hinter jedem Gesellenbrief stehen Jahre des Lernens, der praktischen Erfahrung und der persönlichen Entwicklung. Zugleich stehen die Urkunden für weit mehr als einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss: Sie symbolisieren die Bereitschaft einer neuen Generation, Verantwortung zu übernehmen, Traditionen fortzuführen und Innovationen mitzugestalten.

Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen vieler Branchen sendet dieser Jahrgang eine ermutigende Botschaft. Die Region kann auf engagierte, qualifizierte und motivierte Nachwuchskräfte bauen. Die hervorragenden Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass das Handwerk auch künftig auf starke Talente zählen kann.

Mit ihrem Können, ihrem Ehrgeiz und ihrer Leidenschaft tragen die jungen Gesellinnen und Gesellen dazu bei, die Zukunft des Handwerks in Ostthüringen erfolgreich zu gestalten. Für die Betriebe und ihre Kunden sind sie die Fachkräfte von morgen und damit ein unverzichtbares Fundament für wirtschaftliche Stärke und regionale Entwicklung.