Jürgen Scheere

Empfang der Ostthüringer Wirtschaft mit starkem Signal Unternehmen gestalten Zukunft gemeinsam

Mit einem klaren Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Ostthüringen und viel Zuversicht für die kommenden Jahre haben die Handwerkskammer für Ostthüringen und die Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zum gemeinsamen Empfang der Ostthüringer Wirtschaft eingeladen. Unter dem Motto „Standort stärken. Zukunft gestalten.“ kamen im IHK-Bildungszentrum in Gera Unternehmerinnen und Unternehmer, Kommunalvertreter sowie politische Entscheidungsträger zusammen, um über die Zukunft der Region ins Gespräch zu kommen.

Die Resonanz war groß: Vertreter aus Handwerk, Industrie und Handel nutzten den Abend, um Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung Ostthüringens zu diskutieren. Zu den Gästen zählten unter anderem Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John, Oberbürgermeister, Landräte, Bürgermeister sowie Wirtschaftsförderer aus der gesamten Region.

Interessen noch stärker bündeln für die Region

Bereits in ihren Begrüßungsworten machten die Präsidenten der beiden Kammern deutlich, worum es an diesem Abend ging. Wolfgang Jacob, Präsident der Handwerkskammer für Ostthüringen, betonte die Bedeutung des Zusammenhalts zwischen den verschiedenen Wirtschaftsbereichen.

„Trotz unterschiedlicher Branchen verbindet uns weit mehr, als uns trennt. Wir stehen vor ähnlichen Herausforderungen und tragen gemeinsam Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region“, sagte Jacob. Gerade deshalb sei es wichtig, gemeinsame Interessen zu bündeln und mit einer starken Stimme gegenüber der Landes- und Bundespolitik aufzutreten.

Doch der Wirtschaftsempfang verstand sich nicht nur als Plattform für politische Botschaften. Im Mittelpunkt stand ebenso der persönliche Austausch. Neue Netzwerke entstehen oft nicht in Konferenzräumen, sondern dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Ideen teilen und voneinander lernen.

Jürgen Scheere

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Aus Begegnungen entstehen Ideen und Projekte

So wurde der Abend intensiv genutzt, um bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Verbindungen aufzubauen. Nicht wenige Gespräche ließen erkennen, dass hier bereits die Grundlagen für künftige Kooperationen gelegt wurden. „Oft sind es gerade diese persönlichen Begegnungen, aus denen Ideen, Projekte und Synergien entstehen, die Unternehmen und die gesamte Region voranbringen“, unterstrich Wolfgang Jacob.

Für frische Impulse sorgte Unternehmer und Regisseur Florian Arndt, der den Gästen Einblicke in seinen außergewöhnlichen Werdegang gab. Offen berichtete er von Herausforderungen und Rückschlägen auf seinem Weg in die Selbstständigkeit. Heute betreut er mit seinem rund 40-köpfigen Team namhafte Kunden in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Werbefilm und Marketing. Seine Geschichte vermittelte eine zentrale Botschaft des Abends: Erfolg braucht Mut, Beharrlichkeit und den Glauben an die eigene Idee.

Wirtschaftsministerin sieht Bürokratieabbau auf gutem Weg

Auch Wirtschaftsministerin Colette Boos-John würdigte die Bedeutung der Unternehmerinnen und Unternehmer für den Freistaat. Sie machte deutlich, dass die Landesregierung intensiv daran arbeite, die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft weiter zu verbessern. Insbesondere beim Bürokratieabbau seien erste Fortschritte erzielt worden.

„Dennoch wissen wir, dass dies noch nicht ausreicht“, räumte die Ministerin offen ein. Weitere Schwerpunkte seien Investitionen, die schnellere Überführung von Forschungsergebnissen in die Praxis sowie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Thüringen.

Als wichtigen Erfolg nannte sie die Verdoppelung des Meisterbonus sowie der Meistergründungsprämie. Davon profitiere insbesondere das Handwerk, das vielerorts dringend Nachfolgerinnen und Nachfolger für bestehende Betriebe suche.

Ganz wichtig war ihr, zu betonen, dass ihr Ministerium nichts anderes ist als ein Dienstleister. „Sie als Unternehmen sind unsere Kunden. Wir sind für Sie da und nicht umgekehrt“, forderte sie die Anwesenden auf, das auch jeden Tag aufs Neue einzufordern.

Jungunternehmerinnen machen Hoffnung für die Zukunft

Wie erfolgreich die nächste Unternehmergeneration bereits heute Verantwortung übernimmt, zeigten Emma Ehrhardt, Bäckermeisterin aus Kleinreinsdorf, und Anne Brakhoff, Immobilienbewerterin aus Gera. Beide präsentierten ihre Unternehmen als Best-Practice-Beispiele und machten deutlich, mit wie viel Leidenschaft, Engagement und Fachwissen junge Unternehmerinnen in Ostthüringen ihre Zukunft gestalten.

Ihre Geschichten stehen stellvertretend für eine Generation, die nicht auf Veränderungen wartet, sondern sie aktiv vorantreibt. Sie sind sichtbare Zeichen eines Aufbruchs in der ostthüringischen Wirtschaft und zeigen, dass die Region über engagierte Persönlichkeiten verfügt, die neue Wege gehen und Verantwortung übernehmen wollen.

Genau diese Aufbruchstimmung prägte den gesamten Abend. Der Wirtschaftsempfang machte deutlich, dass Ostthüringen vor großen Herausforderungen steht, zugleich aber auch über enorme Potenziale verfügt. Mit Unternehmergeist, Innovationskraft und einem starken Miteinander wollen Wirtschaft, Politik und Kommunen die Zukunft der Region gemeinsam gestalten. Das Signal aus Gera war deshalb eindeutig: Ostthüringen blickt mit Mut, Zuversicht und Tatkraft nach vorn.



Titelbild: Von links: IHK-Präsident Dr. Ralf-Uwe Bauer und Handwerkskammerpräsident Wolfgang Jacob begrüßten gemeinsam mit den beiden Hauptgeschäftsführern Marcel Seyfert (IHK) und Karsten Sachse (Handwerkskammer) zu Beginn des Wirtschaftsempfangs die Unternehmerinnen, Unternehmer und anderen Gäste aus.