HWK für Ostthüringen

Zwischenprüfung im Ostthüringer FleischerhandwerkMit handwerklichem Können überzeugt

In der Fleischerei der Staatlichen Berufsbildenden Schule Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik in Gera stellten 18 angehende Fleischerinnen und Fleischer aus Ostthüringen ihr bislang erworbenes Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten unter Beweis. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurde die Zwischenprüfung in zwei Gruppen durchgeführt. Besonders erfreulich: Das Fleischerhandwerk verzeichnet mit diesem Jahrgang einen deutlichen Anstieg an Auszubildenden – ein positives Signal für die Zukunft des traditionsreichen Gewerks.

Handwerkliche Präzision

Im Mittelpunkt der Zwischenprüfung standen anspruchsvolle praktische Aufgaben, die das gesamte bisher erlernte Können der Auszubildenden abbildeten. So mussten die Prüflinge eigenständig eine Schweinehälfte zur Prüfung mitbringen und diese fachgerecht zerlegen sowie ausbeinen. Dabei galt es zunächst, grobe Teilstücke herauszuarbeiten, bevor diese weiter in feine Zuschnitte differenziert wurden. Auch die korrekte Benennung der einzelnen Fleischteile wurde durch die Prüfungskommission abgefragt.
Im Anschluss folgte die Herstellung von Rohwürsten. Gefordert war das Füllen und Verschließen von insgesamt sechs Wurstringen aus sogenanntem Kranzdarm – dem fettfreien Dünndarm vom Rind, der sich durch seine natürliche Form besonders für Ringwürste eignet. „Die Prüflinge müssen sechs Ringe herstellen. Anschließend wählen sie sich die drei besten aus, welche wir dann bewerten“, erläutert Berufsschullehrerin Christiane Krämer. So entstehen unter anderem klassische Bratwurstringe.

HWK für Ostthüringen

HWK für Ostthüringen

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Vom Rollbraten bis Grillprodukten

Eine weitere Prüfungsaufgabe bestand in der Herstellung eines Rollbratens. Hierbei lag ein besonderes Augenmerk auf dem exakten, handwerklich sauberen Verschnüren per Hand. Eine Technik, die viel Übung und Fingerspitzengefühl erfordert. Den Abschluss bildete die Anfertigung von drei küchenfertigen Erzeugnissen. Auch hier waren Kreativität, Fachwissen und eine saubere Verarbeitung gefragt.

Starke Leistungen

Die Zwischenprüfung zeigte eindrucksvoll, dass der Fleischer-Nachwuchs in Ostthüringen gut aufgestellt ist. Neben handwerklicher Präzision überzeugten die Auszubildenden durch Engagement und Fachkenntnis – beste Voraussetzungen für ihren weiteren Weg im Fleischerhandwerk.

 

Titelbild: Die angehende Fleischerin Julie-Denise Remane von der REWE Christian Saupe oHG aus Meuselwitz zerlegt eine Schweinehälfte während ihrer Zwischenprüfung.