Michael Reichel

Ostthüringer Handwerk feiert seine erfolgreichen MeisterabsolventenMeisterhafte Elite in Feststimmung

109 Meisterinnen und Meister, die in den vergangenen zwölf Monaten erfolgreich ihren Meistertitel erworben haben, waren zur diesjährigen Meisterfeier der Handwerkskammer für Ostthüringen in das Bio-Seehotel in Zeulenroda-Triebes zur Festveranstaltung und der anschließenden Partynacht eingeladen.

Egal ob Augenoptiker, Dachdecker, Drucker, Elektrotechniker, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Klempner, Kraftfahrzeugtechniker, Maurer und Betonbauer, Tischler sowie Zimmerer – sie alle standen im Mittelpunkt an diesem Tag.

Hauptprotagonisten: 109 Meisterinnen und Meister

„Sie sind etwas ganz Besonders. Denn Sie verkörpern all das, was dass Handwerk seit Generationen stark macht: den Mut, anzupacken; den Willen, neue Ziele zu erreichen, das Können, Ideen Wirklichkeit werden zu lassen und die Leidenschaft, mit der Sie neue Wege beschreiten“, würdigte Wolfgang Jacob, Präsident der Handwerkskammer für Ostthüringen, in seiner Begrüßung die Absolventinnen und Absolventen.

„Wir ziehen den Hut vor Ihrem Leistungswillen, Ihrer Ausdauer und Ihrem handwerklichen Geschick.“

Der Kammerpräsident begrüßte aber auch die Angehörigen, Familien und Freunde der Absolventen. „Hinter jedem Meistertitel stehen Menschen, die unterstützt, motiviert und manchmal auch auf gemeinsame Zeit verzichtet haben“, fand er Worte des Dankes.

Unternehmensnachfolge oder Neugründung als Chance nutzen

Da die Meisterinnen und Meister im Mittelpunkt standen, verzichtete Wolfgang Jacob auf große politische Statements. Lediglich das Thema der Unternehmensnachfolge sprach er an, da diese für die Zukunft des Handwerks von entscheidender Bedeutung ist. Immerhion suchen 30 Prozent der 9.100 Handwerksbetriebe in Ostthüringen altersbedingt in den kommenden zehn Jahren einen Nachfolger.

„Jede Nachfolge braucht vor allem eines: Menschen, die Chancen erkennen und Verantwortung übernehmen“, wand er sich an die Absolventen. „Sie sind die Zukunft unseres Handwerks. Sie verfügen über Wissen, Erfahrung, Mut und Gestaltungskraft. Denken Sie deshalb über eine Selbstständigkeit nach. Übernehmen Sie Verantwortung und gestalten Sie Betriebe weiter“, machte er den Meisterinnen und Meistern Mut.



Michael Reichel

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„Wir brauchen Menschen wie Sie im Freistaat Thüringen“

Welche Wertschätzung die Absolventen innerhalb des Handwerks genießen, wird in der Tatsache deutlich, dass neben zahlreichen Gästen anderer Handwerkskammern sowie aus der Landes- und Kommunalpolitik, der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und ländlichen Raum, Mario Suckert, zur diesjährigen Meisterfeier gekommen war und die Festrede hielt.

„Wenn wir heute auf die Meisterinnen und Meister schauen, sehen wir die ganze Vielfalt des Handwerks. Jede Meisterin und jeder Meister hat seine eigene Geschichte. Mit eigen Plänen und einer eigenen Motivation“, so Mario Suckert. Zudem beweise die Tatsache, dass der jüngste Meister eine Meisterprüfung mit 20 Jahren und der älteste Meister mit 54 Jahren erfolgreich abgeschlossen hat, dass es für diesen Schritt nie zu spät ist.

„Wir brauchen Menschen wie Sie mehr denn je. Der Freistaat Thüringen braucht Sie“, betonte der Staatsekretär ausdrücklich. Zudem schlage das Handwerk Brücken zwischen Tradition und Gegenwart. Tischler arbeiten mit einem Jahrtausende alten Werkstoff und zugleich mit digital gesteuerten Maschinen. Auf Baustellen gehören digitale Planung und moderne Messtechnik längst zum Alltag.

Künstliche Intelligenz ersetzt kein Handwerk

Und auch die künstliche Intelligenz wird am Handwerk nicht vorbeigehen. „Aber eines ist klar: KI steigt nicht aufs Dach. Sie repariert nicht beim Kunden die Heizung und sie fertigt auch kein maßgeschneidertes Möbelstück. Dafür brauchen wir auch in Zukunft Menchen wie Sie“, zeigt Mario Suckert den Weg in die Zukunft.

Der Freistaat Thüringen unterstützt aber auch künftige Meistergenerationen auf ihrem Weg. „Deshalb wurde beispielsweise die Meistergründungsprämie weiterentwickelt. Seit diesem Jahr beträgt die Grundförderung bis zu 10.000 Euro. So wollen wir Gründungen erleichtern und Betriebsübernahmen attraktiver machen. Hinzu kommen Meisterbonus, Meisterprämie und das Aufstiegs-BAföG.“

Noch viel zu tun bei perfekten Rahmenbedingungen

Wer Verantwortung übernimmt, braucht aber auch gute Rahmenbedingungen. Offen und ehrlich sprach Staatssekretär Mario Sucklert in diesem Zusammenhang auch Probleme, wie beispielsweise die Bürokratie an, die es noch besser zu bewältigen gilt. Immerhin bei 94 Prozent der Betriebe sei die Belastung durch bürokratische Vorgaben gestiegen. „Das kann uns nicht zufrieden machen“, gibt er unumwunden zu. Denn Meisterinnen und Meister sollten möglichst viel Zeit für Kunden, Mitarbeiter, die Ausbildung und den eigenen Betrieb haben.

Deshalb versicherte er: „Was wir als Landesregierung vereinfachen können, müssen wir vereinfachen. Wo Verfahren schneller und digitaler werden können, müssen wir sie schneller und digitaler machen. Und vor allem müssen wir in der Politik diejenigen früher fragen, die mit den Regeln am Ende arbeiten müssen“, so Mario Suckert.

Abschließend wünschte er den Meisterinnen und Meistern Mut, gute Ideen, Erfolg und immer genug Aufträge, um ihr Können und ihren Tatendrang auch ordentlich umsetzen zu können.

Tischlermeister aus Harth-Pöllnitz als Bester ausgezeichnet

109 Meisterinnen und Meister – eine stolze Zahl. Dennoch kann es aber nur jeweils einen Besten oder eine Beste geben. So wurde Tischlermeister Marius Wiedemann aus Harth-Pöllnitz als bester Meisterabsolvent ausgezeichnet. Die Auszeichnung nahmen Kammerpräsident Wolfgang Jacob, Staatsekretär Mario Suckert sowie André Lange von der IKK classic vor. Aber auch alle anderen Jungmeiste-rinnen und Jungmeister konnten sich auf ihren Auftritt auf der großen Bühne freuen und erhielten ihre Urkunden.

Partynacht mit LED-Show, Udo Lindenberg und vielem mehr

Mit der Festveranstaltung war die Meisterfeier noch nicht vorbei. Am Abend startete noch eine große Meisterparty mit einem meisterlichen Buffet, einer LED-Show der Extraklasse sowie zu später Stunde mit einem unvergesslichen Auftritt des wohl besten Udo Lindenberg-Doubles Deutschlands. Egal ob „Sonderzug nach Pankow“, „Cello“ oder „Komet“ – die Titel von Udo Lindenberg bzw. seines perfekten Doubles sorgten in einer Live-Performance für das richtige Flair. Natürlich war auch das ein oder andere Foto mehr als gefragt. Ausgelassene Stimmung, der ein oder andere Tanz und jede Menge tolle Gespräche werden in Erinnerung bleiben.

Nicht zu vergessen sind die Aktionen, die die Absolventinnen, Absolventen, ihre Familien sowie die Ehrengäste ebenfalls nutzen konnten. So bestand beispielsweise die Möglichkeit, ein Meisterporträt als bleibendes fotografisches Andenken an diesen Tag anzufertigen zu lassen.

Vielen Dank unseren Sponsoren der Meisterfeier 2026









Mehr Bilder von der Meisterfeier 2026 gibt es in unserer Mediathek.