Neue Thüringer Kampagne zur NachwuchsgewinnungJunge Gesichter und echte Perspektiven
Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat eine neue Kampagne zur Nachwuchsgewinnung im Thüringer Handwerk. Unter dem Motto #Thüringenmeisterhaft werden Auszubildende aus verschiedenen Handwerksberufen vorgestellt – authentisch, nahbar und auf den Kanälen, die junge Menschen täglich nutzen. Die Kampagne wurde in enger Abstimmung mit den Thüringer Handwerkskammern entwickelt.
Wirtschaftsministerin Colette Boos-John erklärt zum Kampagnenstart: „Das Handwerk ist ein wichtiger Bestandteil unserer Thüringer Wirtschaft – innovativ, bodenständig und mit hervorragenden Zukunftsaussichten. Mit dieser Kampagne wollen wir zeigen, was Handwerksberufe bedeuten: Leidenschaft, Technik und echte Karrierechancen. Wir sprechen dabei bewusst junge Menschen an, um diese für den Handwerksberuf zu begeistern."
Im Mittelpunkt der ersten Kampagnenphase stehen Auszubildende aus verschiedenen Handwerksberufen: Dachdeckerin, Gerüstbauer, Friseurinnen und Elektroniker. Die angehende Dachdeckerin Alexandra Bode besucht andere Auszubildende in ihren Betrieben, um in kurzen Videos Einblicke in den Arbeitsalltag und die duale Ausbildung zu geben. Die Clips zeigen, wie traditionelle Handwerkskunst und moderne Technologien im Arbeitsalltag zusammenkommen.
Die Inhalte werden auf den Social-Media-Kanälen des Standortmarketings ausgespielt. Zudem sind Video Ads auf Plattformen wie Snapchat, YouTube und In-Game-Ads in mobilen Spielen geplant. Begleitet werden die Videoformate von Plakataktionen, unter anderem rund um Schulen, in Bussen und Einkaufszentren sowie E-Paper-Anzeigen in regionalen Tageszeitungen und Inhalten im Thüringer Jugend-Magazin WIYOU. Ziel ist es, junge Menschen direkt in ihrem Alltag zu erreichen und zu inspirieren.
Das Thüringer Handwerk erwirtschaftet jährlich rund 13,5 Milliarden Euro Umsatz. Knapp 30.000 Betriebe sind in der Handwerksrolle eingetragen, rund 150.000 Menschen arbeiten im Handwerk, über 6.400 befinden sich in einer Ausbildung. Das Handwerk ist damit nicht nur ein zentraler Wirtschaftsfaktor, sondern auch einer der wichtigsten Ausbilder im Freistaat – gerade im ländlichen Raum. Es verbindet traditionelle Fertigkeiten mit modernen Technologien und innovativen Lösungen in Wachstumsfeldern wie erneuerbare Energien, energetische Gebäudesanierung und nachhaltige Lifestyle-Produkte.
„Handwerk in Thüringen ist moderner, als viele denken", betont Boos-John. „Wer sich für eine Handwerksausbildung entscheidet, entscheidet sich für einen sicheren Beruf mit Zukunft – und mit echten Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen, zu gründen und fortzuführen, was Generationen aufgebaut haben." Thüringen unterstützt den handwerklichen Karriereweg durch den Meisterbonus und die Meistergründungsprämie sowie durch das Aufstiegs-BAföG, das Fortbildungen auf dem Weg zum Meister, Fachwirt oder Techniker finanziell fördert.
Weitere Informationen und Geschichten zum Thüringer Handwerk finden Interessierte unter: www.das-ist-thueringen.de/meisterhaft.
Titelbild: Auch im Salon Schnittpunkt in Jena machte die angehende Dachdeckerin Alexandra Bode Station, schaute den beiden Auszubildenden Emely und Nooriyeh über die Schulter und erfuhr viel Wissenswertes über den Beruf.