24 Augenoptikermeisterinnen und -meister feiern ihren AbschlussJena verabschiedet die nächste Meistergeneration
Nach zwei intensiven Jahren an der Fachschule für Augenoptik „Hermann Pistor“ in Jena haben 24 Augenoptikermeisterinnen und Augenoptikermeister einen wichtigen Meilenstein ihrer beruflichen Laufbahn erreicht. Im Fair Hotel Jena erhielten sie im feierlichen Rahmen ihre Meisterbriefe sowie ihre Zeugnisse als Staatlich geprüfte Augenoptiker.
Die Absolventinnen und Absolventen reihen sich damit in die Liste von inzwischen weit mehr als 1.400 Meisterinnen und Meistern ein, die seit 1991 vor den Meisterprüfungsausschüssen der Handwerkskammer für Ostthüringen ihre Meisterprüfung im Augenoptiker-Handwerk bestanden haben. Die hohe Zahl unterstreicht den ausgezeichneten Ruf der Jenaer Fachschule weit über Thüringen hinaus.
In seinem Grußwort würdigte Udo Ritter, Vizepräsident der Handwerkskammer für Ostthüringen, die Leistungen des aktuellen Jahrgangs. „Sie stehen für das, was das Handwerk auszeichnet: den Mut anzupacken, den Willen, neue Ziele zu erreichen, das Können, diese Ziele umzusetzen, und die Leidenschaft, mit der Sie neue Wege gehen“, betonte Ritter. Zugleich machte er den Absolventinnen und Absolventen Mut für ihren weiteren Berufsweg: „Zeigen Sie der Gesellschaft und ihren Kunden, dass Sie mit Recht zur Berufselite gehören.“
Talentschmiede für Augenoptiker
Die angehenden Meisterinnen und Meister kamen auch in diesem Jahr aus mehreren Bundesländern nach Jena, um sich auf ihren Abschluss vorzubereiten. Damit setzt die Fachschule ihre langjährige Tradition als wichtiger Bildungsstandort für das Augenoptiker-Handwerk fort. Bereits seit Jahrzehnten bildet sie Fach- und Führungskräfte für die Branche in Jena aus.
Einen wesentlichen Anteil am Erfolg des Jahrgangs haben die lehrenden Dozentinnen und Dozenten sowie die ehrenamtlichen Mitglieder des Meisterprüfungsausschusses. Ihnen dankte Ritter ebenso wie den Familien, Partnern und Freunden der Absolventinnen und Absolventen. „Gemeinsam haben Sie ihre Ziele erreicht“, betonte er mit Blick auf die Unterstützung während der anspruchsvollen Fortbildungszeit.
Jahrgangsbeste ausgezeichnet
Für ihre herausragenden Leistungen wurde Estelle Pannasch gleich mehrfach geehrt. Mit einem Notendurchschnitt von 1,3 und der Note „Sehr gut“ in drei von vier Teilen der Meisterprüfung wurde sie als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt sie den Top-Job-Preis der Carl Zeiss Vision GmbH. „Ich habe mit diesen Auszeichnungen und so viel Lob nicht gerechnet. In meiner Klasse gibt es so viele herausragende Mitschüler, dass es für mich eine große Überraschung war, als Jahrgangsbeste ausgezeichnet zu werden“, meint sie.
Für die vergangenen zwei Jahre blickt Estelle Pannasch mit großer Dankbarkeit auf ihre Zeit in Jena zurück. Obwohl sie die Möglichkeit gehabt hätte, eine andere Meisterschule zu besuchen, fiel ihre Wahl bewusst auf die Fachschule für Augenoptik „Hermann Pistor“.
„Ich bin sehr froh, mich für Jena entschieden zu haben. Das war die beste Zeit, die ich nie mehr vergessen werde“, so die Jahrgangsbeste. Nach zwei Jahren in der Saalestadt zieht es sie nun zurück in ihre Heimat an die Lausitzer Seenplatte.
Gut gerüstet für die Zukunft
Mit dem Meisterbrief erwerben die Augenoptiker nicht nur die höchste Qualifikation im Handwerk, sondern auch die Berechtigung, künftig selbst auszubilden und Verantwortung in Betrieben zu übernehmen. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels kommt den neuen Meisterinnen und Meistern eine besondere Bedeutung zu. Für die Thüringer Absolventinnen und Absolventen hatte Udo Ritter zudem eine erfreuliche Nachricht: Der Meisterbonus des Freistaates Thüringen wurde 2026 auf 2.000 Euro verdoppelt. Auch die Meistergründungsprämie für Betriebsgründungen oder -übernahmen wurde von 5.000 auf 10.000 Euro angehoben.
Zum Abschluss gab Ritter den frischgebackenen Meisterinnen und Meistern einen Auftrag mit auf den Weg: Sie sollten ihre Erfahrungen an die nächste Generation weitergeben und jungen Menschen die Chancen des Handwerks aufzeigen. Denn als Ausbilderinnen und Ausbilder tragen sie künftig selbst Verantwortung für den Berufsnachwuchs und die Zukunft ihres Gewerks.
Titelbild: 24 neue Augenoptikermeisterinnen und Augenoptikermeister erhielten im Fair Hotel Jena ihre Meisterbriefe und Zeugnisse. Mit ihrem erfolgreichen Abschluss gehören sie nun zur nächsten Generation qualifizierter Fach- und Führungskräfte im Augenoptikerhandwerk.