HWK für Ostthüringen

Thomas Exner will mit Patent neue Wege gehen Friseurmeister erfindet Hanf-Umhang

Dass Friseure und Friseurinnen nicht nur Kreativität beim Haarschnitt zeigen, sondern auch echten Erfindergeist besitzen, beweist Thomas Exner aus Altenburg eindrucksvoll. Der 48-jährige Friseurmeister kann sich über ein selbst entwickeltes Produkt freuen – inzwischen sogar patentiert.

Worum es geht? Um einen Friseurumhang. Doch nicht irgendeinen. Exner setzt auf Hanf als zentrales Material. „Die bisher am Markt erhältlichen Friseurumhänge haben mich und vor allem meine Kunden schon lange gestört“, berichtet er. Zwar gebe es viele Varianten, doch sie haben eines gemeinsam: Sie bestehen aus synthetischen Stoffen. „Sie werden als atmungsaktiv beworben. Doch meine Kunden spüren davon nichts. Gerade im Sommer wird es unter dem Umhang schnell unangenehm heiß.“ Genau das wollte Thomas Exner ändern. Ein Stammkunde sprach ihn immer wieder darauf an und brachte den entscheidenden Impuls.

Die Suche nach dem richtigen Stoff

Für den Friseurmeister war das der Startschuss. Er machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Material. Schon bald stieß er auf eine der ältesten Naturfasern der Welt: Hanf. „Dieses Material vereint alles, was wir brauchen. Es ist antibakteriell, atmungsaktiv und reguliert Wärme wie Kälte. Zudem ist es säure- und basenresistent sowie wasserabweisend – ein entscheidender Vorteil im Friseurhandwerk“, erklärt er.

Man könnte meinen, ein solcher Umhang existiere längst. Doch weit gefehlt. Also begann Thomas Exner zu tüfteln. Er suchte gezielt nach Herstellern für Hanfstoffe und wurde schließlich in Gießen fündig. Dort produziert ein großes Unternehmen unterschiedliche Stoffvarianten aus der Naturfaser. Sein Patent basiert auf einem Umhang aus Edelhanf. Weitere Varianten eignen sich besonders gut für spezielle Anwendungen, etwa beim Haarefärben.

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Hanf fühlt sich anders an, als erwartet

Wer nun denkt, Hanf sei rau und unangenehm auf der Haut, liegt falsch. Moderne Verarbeitungstechniken machen es möglich. Das Ergebnis ist ein Umhang, der stabil ist und sich zugleich angenehm weich anfühlt. Vor allem überzeugt er durch seine hohe Atmungsaktivität. Thoas Exner ist überzeugt, dass der höhere Tragekomfort bei den Kunden gut ankommt. „Schwitzen und schlechte Luftzirkulation gehören damit der Vergangenheit an“, sagt er.

Neben Komfort spielt auch Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Thomas Exner hat ein Schnittmuster entwickelt, das nahezu ohne Materialverlust auskommt und optimal sitzt. „Mir ist wichtig, verantwortungsvoll mit der Naturfaser umzugehen“, betont er.

Partner mit Innovationsfreude gesucht

Der Weg zum Patent war jedoch lang und nicht immer einfach. Das Design wurde zwar bereits im Januar 2023 geschützt. Doch das eigentliche Patent für Material und Mischverhältnis erwies sich als deutlich komplizierter. Erst mit Unterstützung eines Patentanwalts gelang der Durchbruch. Seit dem 12. Februar dieses Jahres hält Exner nun das Patent mit dem Titel „Haarschneideumhang und Verfahren zu dessen Herstellung“ in den Händen.

„Vom ersten Einfall bis zum Patent sind fast drei Jahre vergangen“, resümiert er. Nun richtet sich der Blick nach vorn. Thomas Exner will seine Erfindung in die Produktion bringen und sucht dafür einen Investor oder Partner – idealerweise aus dem Friseurhandwerk. „Die Möglichkeiten sind groß. Wer Lust hat, dieses Produkt gemeinsam mit mir auf den Markt zu bringen, ist herzlich eingeladen, sich zu melden“, sagt der 47-Jährige und hofft auf breite Resonanz.

Wer sich also eine Beteiligung vorstellen kann und für innovative Lösungen im Sinne der Kunden brennt, erreicht Thomas Exner unter Telefon 0170/3400287 oder per E-Mail an info@thomasexner.de.

 

Titelbild: Stolz präsentiert Friseurmeister Thomas Exner aus Altenburg seinen selbst entwickelten Friseurumhang aus Hanf und die die entsprechende Urkunde des Patentamtes.