HWK für Ostthüringen

Ostthüringer Meisterjubilarinnen und -jubilare geehrt 3.100 Jahre meisterhaft mit Leidenschaft

Mit dem „Goldenen Meisterbrief“ für ihr 50-jähriges Meisterjubiläum sowie mit dem „Diamantenen Meisterbrief“ oder „Platin-Meisterbrief“ zum 60-jährigen oder sogar 70-jährigen Meisterjubiläum wurden die verdienstvollen Altmeisterinnen und Altmeister des Jahres 2025 aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer für Ostthüringen im Rahmen einer Festveranstaltung im Bio-Seehotel in Zeulenroda geehrt – auch Dank der IKK classic, die als Partner des Handwerks die Ausrichtung der Feierstunde unterstützte. Kammerpräsident Wolfgang Jacob gratulierte gemeinsam mit Vizepräsident Udo Ritter den Jubilaren zu ihrer jahrzehntelangen Arbeit als Handwerksmeisterinnen und -meister.

Über 3.100 Jahre Meisterhandwerk in Perfektion

31 goldene Jubilare, 20 Meister mit diamantenem Jubiläum sowie fünf mit 70-jährigen Jubiläum und damit Platin-Status waren eingeladen. Viele von Ihnen konnten die Würdigung im Rahmen der Festveranstaltung persönlich in Empfang nehmen. Augenoptikermeister Benno Krüger aus Gera und Schmiedemeister Eberhard Thoß nahmen auch zwei 70-jährige Meisterjubilare teil. Dies war ein besonders emotionaler Moment sowohl für sie als auch ihre Angehörigen. Dass Handwerk fit hält, unterstrich Eberhard Thoß mit seinen nunmehr 82 Lebensjahren. „Ich brauche die Bewegung, gehe regelmäßig kegeln oder zum Skat. Ich brauche einfach viel Bewegung und Menchen um mich herum“, erzählt er.

In seiner Begrüßungsrede hieß Vizepräsident Udo Ritter die Jubilare und alle Gäste willkommen. Vor allem galt sein Dank an diesem Tag auch den Ehepartnerinnen, Ehepartnern und Angehörigen, die mit zur Festveranstaltung gekommen sind. „Sie waren es, die den Altmeisterinnen und Altmeistern über viele Jahrzehnte oftmals den Rücken freigehalten und sie unterstützt haben. Ohne dieses Engagement im Hintergrund wäre vieles nicht möglich gewesen“, so Udo Ritter.

Seit dem Jahr 2008 ist die Würdigung der Meisterjubilare aus ganz Ostthüringen nun schon zu einer schönen Tradition geworden. Mehr als 1.650 Meisterinnen und Meister konnten in dieser Zeit ihre Ehrenurkunden in Empfang nehmen. „Sie als jetzige Jubilare reihen sich in diese beeindruckende Gemeinschaft ein“, hob der Vizepräsident hervor.



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Höhen und Tiefen: Von der Plan- zur Marktwirtschaft

Kammerpräsident Wolfgang Jacob ließ in seiner anschließenden Festrede noch einmal die Jahrzehnte des Meisterhandwerks der Jubilare Revue passieren. „Neben persönlichen und familiären Höhepunkten zählt der Tag der Meisterprüfung sicher zu einem der prägenden Momente Ihres Lebens – denn er bestimmte, wohin der berufliche Weg Sie führte“, richtete sich der Kammerpräsident an die Jubilare. „Über Jahrzehnte hinweg haben Sie als selbstständige oder angestellte Meisterinnen und Meister im Handwerk gewirkt, gestaltet, angepackt und Verantwortung getragen.“

Zu DDR-Zeiten hatten die Meisterinnen und Meister beispielsweise tagtäglich mit Materialmangel und staatlichen Restriktionen und organisatorischen Hürden zu kämpfen. Flexibilität, Ideenreichtum und manchmal auch Improvisationstalent waren gefragt. „Trotz dieser Widrigkeiten bewiesen viele von Ihnen auch nach der Wende den Mut und die Entschlossenheit, neue Chancen zu ergreifen. Ihr Meisterbrief steht für eine Tradition, die Zukunft schafft. Er steht für das, was das Handwerk groß gemacht hat: Qualität, Verantwortung und Leidenschaft“, erzählt Wolfgang Jacob.

Werte im Handwerk mit Tradition und Zukunft

Die jetzigen Jubilare haben Spuren hinterlassen – im Handwerk und weit darüber hinaus.

Unzählige Auszubildende haben bei ihnen gelernt, sind durch ihre Hände gegangen und führen heute selbst erfolgreich einen Betrieb. Sie haben Wissen weitergegeben, Werte vermittelt, Zukunft gestaltet damit maßgeblich dazu beigetragen, dass das Handwerk trotz aller Herausforderungen unserer Zeit ein tragender Pfeiler des deutschen Mittelstandes geblieben ist. „Darauf dürfen – nein: darauf sollten Sie stolz sein“. Versichert Kammerpräsident Wolfgang Jacob

Handwerksmeisterinnen und –meister sind es aber auch, die sich überdurchschnittlich im Ehrenamt engagieren - egal ob in den Innungen, Gesellen- und Meisterprüfungsausschüssen oder in vielen anderen Gremien. „Ohne Menschen wie Sie, die ihr Wissen, ihre Zeit und ihr Herzblut investieren, wäre das Handwerk nicht das, was es ist. Gerade heute brauchen wir Persönlichkeiten wie Sie – Vorbilder, Mutmacher, Wegbereiter. Sie zeigen den jungen Generationen, dass Meistersein mehr ist als ein Titel: Es ist eine Haltung“, macht Wolfgang Jacob deutlich.

Bevor der Kammerpräsident gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der Handwerkskammer an die Jubilare ihre Jubiläumsurkunden überrichte, dankte er allen Meisterinnen und Meister noch einmal für ihr Lebenswerk, ihre Ausdauer, ihre Leidenschaft und ihren Dienst an der Gesellschaft.

Augenoptikermeister, Friseurmeister, Bäckermeister, Schmiedemeister, Holzbildhauermeister, Tischlermeister, Tapezierermeister, Stellmachermeister oder die vielen anderen Meisterinnen und Meister – sie alle erfuhren mit dem Überreichen der Goldenen, Diamantenen oder Platin-Meisterbriefe eine ganz besondere Würdigung.

Nicht zuletzt war die Festveranstaltung, die unter anderem vom Chor des Handwerks musikalisch umrahmt wurde, ein willkommener Anlass, auch ehemalige Kolleginnen und Kollegen zu treffen, mit denen einst die Schulbank gedrückt wurde.

Eine schöne Tradition im Ostthüringer Handwerk, die im kommenden Jahr mit den Meisterjubilaren aus dem Jahr 2026 eine Fortsetzung erfährt.



Titelbild: Ein Gruppenbild mit Symbolkraft: Ein Großteil der Meisterinnen und Meister aus ganz Ostthüringen, die anlässlich ihres Meisterjubiläums zur Festveranstaltung im Bio-Seehotel in Zeulenroda ihre Goldenen Meisterbriefe bzw. Ehrenurkunden zum 50., 60. oder sogar 70. Meisterjubiläum in Empfang nehmen konnten.