Internet 70jährige Altmeister
HWK für Ostthüringen

Ostthüringer Meisterjubilare gehören noch lange nicht zum "alten Eisen"

(24.02.2018) Mit dem „Goldenen Meisterbrief“ für ihr 50-jähriges Meisterjubiläum sowie mit der Ehrenurkunde zum 60-jährigen oder sogar 70-jährigen Meisterjubiläum wurden die verdienstvollen Altmeisterinnen und Altmeister aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer für Ostthüringen im Rahmen der diesjährigen Meisterfeier geehrt. Glückwünsche gab es auch vom Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer.

Klaus Nützel, Präsident der Handwerkskammer für Ostthüringen, gratulierte den Jubilaren in der Festveranstaltung recht herzlich zu ihrer jahrzehntelangen Arbeit als Handwerksmeisterinnen und -meister. Insgesamt 103 Altmeisterinnen und Altmeister feierten seit der letzten Meisterfeier ihr Meisterjubiläum. 74 Jubilare erhielten zu ihrem 50. Meisterjubiläum den „Goldenen Meisterbrief“. 23 Altmeister konnten ihr 60-jähriges Meisterjubiläum sowie drei Jubilare sogar ihr 70-jähriges Meisterjubiläum feiern und bekamen aus den Händen des ZDH-Präsidenten sowie des Kammerpräsidenten die Ehrenurkunde.

„Der Tag der Meisterprüfung war für Sie sicher neben vielen persönlichen und familiären Höhepunkten auch ein Tag, der Ihrem weiteren beruflichen Leben die Prägung gab und es bestimmt hat“, so Klaus Nützel. Die vor mehr als 50, 60 oder 70 Jahren absolvierte Meisterprüfung sowie die anschließende Tätigkeit im Handwerk, egal ob als selbstständiger oder angestellter Handwerksmeister, war von vielen Höhen und Tiefen begleitet. Sei es nun die sozialistische Mangelwirtschaft oder die neuen Herausforderungen der Marktwirtschaft nach der Wiedervereinigung. Der Meistertitel ist stets ein Ausdruck eines reichen beruflichen Erfahrungsschatzes und Sinnbild für Tradition und Zukunft im Handwerk.

„In der heutigen Zeit brauchen wir Menschen wie Sie, die als Aushängeschild des Meisters fungieren und ihre Erfahrungen an die jüngeren Genrationen weiter geben“, verdeutlicht der Kammerpräsident. So sind die Altmeister jederzeit ein Vorbild für all jene, die auch künftig den Meisterabschluss erwerben wollen. Zugleich versicherte er, dass die Jubilare nicht vergessen sind. „Sie gehören wahrlich nicht zum ‚alten Eisen‘, sondern sind Bestandteil der großen Familie des Handwerks und seiner Organisation.“

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer zollte den Altmeistern ebenfalls Achtung. „Gerade die Einbindung in die zentrale Meisterfeier zeigt die Vielfalt des Handwerks von den Jungmeistern bis hin zu den Altmeistern“, macht er deutlich. Die vor vielen Jahrzehnten abgelegten Meisterprüfungen unterstreiche die Beständigkeit des Meisterbriefes bis zur heutigen Zeit. Diese gemeinsame Feierstunde von verdienten Altmeistern und den frisch gebackenen Jungmeistern unterstreicht, was das Handwerk stark macht: Stabilität und Innovationskraft, Tradition und Zukunft. „Diese Art der gemeinsamen Feierstunde gibt es in vielen anderen Handwerkskammern in Deutschland nicht“, lobte der ZDH-Präsident das Miteinander.  

Egal ob Dachdeckermeister, Uhrmachermeister, Schmiedemeister, Friseurmeister, Bäckermeister, Maurermeister, Tapeziermeister, Tischlermeister oder die vielen anderen Meisterinnen und Meister – sie alle haben das Handwerk in Ostthüringen über viele Jahrzehnte geprägt und erfuhren mit der Festveranstaltung und dem Überreichen der Goldenen Meisterbriefe und Ehrenurkunden eine ganz besondere Würdigung.



Foto: Sie waren die ältesten Meisterjubilare und konnten zu ihrem 70-jährigen Meisterjubiläum die Ehrenurkunde von Kammerpräsident Klaus Nützel (links) und ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer in Empfang nehmen: Die 94-jährige Damenschneidermeisterin Edith Müller aus Gera und der 91-jährige Augenoptikermeister Horst Liebeskind aus Schleifreisen.