HWK für Ostthüringen

Mit 18 Jahren schon 2. Bundessieger der Beton- und Stahlbetonbauer

(25.01.2018) Jonas Hopf aus Laasen bei Probstzella ist erst 18 Jahre. Doch er hat so manch Älterem einiges voraus: Zielstrebigkeit und den unbedingten Willen, in seinem Beruf stetig weiter zu kommen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass er nun die Urkunde als 2. Bundessieger beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks in Empfang nehmen konnte. Auch sein ehemaliger Ausbildungschef, Reiner Eisoldt vom gleichnamigen Baugeschäft, ist stolz auf seine Urkunde für die hervorragende Ausbildung.

Jonas Hopf ist schon ein eine Ausnahme. „Es gibt ganz selten solche jungen Menschen wie ihn, die bereits in so jungen Jahren so zielstrebig sind und genau wissen, was sie einmal erreichen wollen“, findet auch Frank Lippert, Leiter der Bautechnik in der Bildungsstätte der Handwerkskammer in Rudolstadt, in der Jonas Hopf die überbetriebliche Ausbildung absolvierte.

Bereits mit 15 Jahren nutzte Jonas Hopf die Möglichkeit eines Praktikums im Baugeschäft Eisoldt. Nicht von ungefähr kam die Leidenschaft für das Bauhandwerk. „Mein Onkel und mein Bruder arbeiten als Maurer – da entstand auch mir das Interesse an einem Bauberuf“, erzählt Jonas. Er fand Gefallen an der Arbeit und hat schließlich gleich seine Bewerbung um eine Lehrstelle abgegeben. Für Reiner Eisoldt war es der 1. Lehrling und gleich ein Glücksgriff. Trotz seines qualifizierten Hauptschulabschlusses war Jonas nicht nur der Jüngste in der Berufsschulklasse, sondern am Ende sogar der Beste. „Das zeigt, dass man auch mit einem etwas niedrigeren Berufsabschluss bei entsprechendem Engagement und Willen eine hervorragende Prüfung ablegen kann.

Die Krönung war dann jedoch der Bundesausscheid im vergangenen Jahr und der dort errungene 2. Bundessieg. „Da bin ich schon mächtig stolz drauf, der Zweitbeste aus ganz Deutschland zu sein“, freut sich Jonas Hopf noch heute.

Doch Ausruhen auf den Lorbeeren kommt für ihn nicht in Frage. Bereits im September 2017, nur drei Monate nach seinem erfolgreichen Gesellenabschluss als Beton- und Stahlbetonbauer, begann er mit der Meisterausbildung. Und auch hier ist er mit seinen derzeit 18 Jahren der Jüngste in der Meisterklasse. „Wenn alles klappt, habe ich im September 2019 meinen Meisterbrief in der Tasche“, blickt Jonas Hopf voraus. Wie es dann weiter geht, weiß er heute noch nicht. „Erst einmal liegt die volle Konzentration auf der Meisterausbildung“, unterstreicht der Junghandwerker.

Dieser unbedingte Willen zum Erfolg in diesen jungen Jahren ist auch für Reiner Eisoldt nicht alltäglich. „Viele sind erst mit Mitte 20 soweit, um genau zu wissen, wo der beruflichen Weg einmal hinführen soll. Da ist Jonas schon eine wirkliche Ausnahme“, erklärt Reiner Eisoldt. Zwar stimmt es ihn ein wenig traurig, dass Jonas nach der Ausbildung nicht in seinem Handwerksunternehmen geblieben ist. „Ich verstehe ihn aber voll und ganz, dass er sein Wissen in einem größeren Betrieb noch einmal erweitern möchte“ und klopft seinem ehemaligen Schützling auf die Schulter. Beide haben immer noch ein sehr vertrauensvolles und freundschaftliches Verhältnis. Das wird sicher auch in Zukunft so bleiben, denn Reiner Eisoldt ist und bleibt für Jonas Hopf der Beginn einer hoffentlich tollen Karriere im Handwerk.



Foto: Hartmut Streipert, Ausbildungsberater der Handwerkskammer für Ostthüringen, überreicht die Urkunden zum 2. Bundessieg an Beton- und Stahlbetonbauer Jonas Hopf sowie an Reiner Eisoldt (v.l.) vom gleichnamigen Baugeschäft, in dem Jonas seine Ausbildung absolvierte.